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intercom in Washington


Wissensgeschichte ist seit langem in aller Munde, aber wie ist eigentlich das VerhĂ€ltnis zur Politik? Das haben wir in Washington am Deutschen Historischen Institut (DHI) diskutiert, im Rahmen der Konferenz „Political Cultures and the History of Knowledge“. Diskutiert wurde unter anderem ĂŒber Populismus und das postfaktische Zeitalter, demokratische Partizipation und Wahlenthaltung, ökonomische Ungleichheit, die Ideengeschichte des Neoliberalismus und die militĂ€risch-ökonomischen UrsprĂŒnge von KreativitĂ€t. Monika und Nils waren in der angenehmen Lage zu kommentieren und moderieren, wĂ€hrend Fabian seine Thesen zur Entstehung der Wissensgeschichte aus dem Geiste der Alternativen Technologie-Bewegung der 70er Jahre vorgetragen hat.

Der Stein des Anstosses: Die Fotos von Donald Trumps Inauguration und die “alternativen Fakten” (2017)

Es war ĂŒbrigens nur ein kleiner Schritt in den politischen Alltag: Die Konferenz endete pĂŒnktlich zur D.C. Pride Parade, die direkt am DHI vorbeizog und in einer Massenpanik endete (kurzzeitig kursierte das GerĂŒcht ĂŒber einen „shooter“ am Dupont Circle, die wir als ahnungslose EuropĂ€er_innen nur paralysiert zur Kenntnis nehmen konnten).

Pride vor dem DHI Washington, in der unteren Bildmitte: die neue tote bag von Æther

Außerdem standen auf dem Programm: eine Tour zu den Think Tanks in D.C., Besuche der Library of Congress und der National Archives, sowie ein Baseballspiel der Washington Nationals. Wissensgeschichte auf Reisen sozusagen


Karte der Think Tanks in D.C. aus: Thomas Medvetz, Think Tanks In America, University of Chicago Press (2012), S. 119